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Seminare & News Herbst 2011

Forschungsprojekt ERPEL

Der Schritt nach der elektronischen Rechnung

Die elektronische Rechnung kann schon seit längerer Zeit aus der BMD-Umgebung erzeugt werden. Einerseits können Rechnungen digital signiert werden und somit den derzeitigen Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug genügen, andererseits können sie aber auch im sogenannten eb-Interface-Format erstellt werden. Mit diesem XML-Format, das von der Organisation austria pro unter Mitarbeit von BMD und einigen anderen österreichischen SW-Herstellern definiert wurde, können elektronische Rechnungen auch zwischen Systemen problemlos ausgetauscht werden. Somit kann etwa die Firma A eine elektronische Rechnung per Mail an die Firma B schicken. B kann diese dann in der ER-Kontrolle importieren und diese wird somit - falls in den Stammdaten die Konten entsprechend hinterlegt worden sind - vollautomatisch verbucht. Diese Funktionalität wird schon von einigen Firmen verwendet. Ein Beispiel dafür ist etwa die Salinen Österreich AG, die damit die Verrechnung mit ihren tschechischen Töchterfirmen automatisiert hat.

BMD möchte aber gemeinsam mit der TU Wien noch weiter gehen. In einem vom FIT-IT geförderten Forschungsprojekt namens ERPEL (E-business Registry Permitting Enterprise Liaisons) wird dies noch weiter ausgebaut und soll nicht nur beim Austausch von Rechnungen, sondern auch von Lieferscheinen, Angeboten, Bestellungen und Aufträgen funktionieren. Dabei dient das eb-Interface-Format als Grundlage, das im Gegensatz zum EDI-Format nicht so umfangreich ist und daher auch problemlos von Klein- und Mittelbetrieben verwendet werden kann. Es soll aber auch der Datenaustausch vereinfacht werden. Nicht nur mittels E-Mail sollen die elektronischen Dateien versendet werden können, sondern es sollte quasi möglich sein wie in einem Telefonbuch eine Firma auszuwählen und dieser direkt das Dokument in deren ERP-System zuzustellen. Die Software des Empfängers „horcht“ also immer, ob neue ERPEL-Dokumente zu empfangen sind und bearbeitet diese dann automatisch. Im Beispiel einer Rechnung würde diese also automatisch in die ER-Kontrolle kommen und es würden sofort Aufgaben für die Freigabe dieser Rechnung, entsprechend dem hinterlegten Workflow, erstellt werden.

Das Forschungsprojekt läuft noch bis Mitte des Jahres 2012, danach sollten die ersten Ergebnisse zur Verfügung stehen, die wir Ihnen dann gerne vorstellen werden.

Dr. Markus Knasmüller, Leiter SW-Entwicklung
(von Austria Pro) zertifizierter E-Billing Berater



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