Einrichten einer BMDNTCS Sicherung mit SQL 2008
Einrichtung einer Sicherung für BMDNTCS mit SQL 2008
Diese Anleitung richtet sich an versierte EDV Administratoren die Erfahrung im Umgang mit Datenbanken besitzen. Diese Anleitung ist als Hilfe für das Einrichten einer Sicherung gedacht. Die Anleitung bietet daher keinerlei Grundlage für Ansprüche bei Datenverlust. Die vollständige, korrekte und wiederherstellbare Sicherung der Daten liegt alleine in der Verantwortung des Kunden.
Kontrolle des "Recovery model‘s"
Starten Sie das SQL Management Studio -> Databases -> rechte Maustaste auf BMD -> Properties

Unter dem Punkt Options kontrollieren Sie das „Recovery model“ und ändern Sie es auf "Full" sofern es momentan auf "Simple" oder "Bulk-logged" definiert ist.

Kontrolle der Lage der Transaction-Log Datei
Starten Sie das SQL Management Studio -> Databases -> rechte Maustaste auf BMD -> Properties.
Unter dem Punkt Files kontrollieren Sie die Lage und die Autogrowth Einstellung der BMD Datenbank Dateien.

Die SQL2008 Datenbank schreibt durch das „Full Recovery model“ jede Transaktion in die BMD_LOG.ldf. Diese Datei wird sequentiell geschrieben und wächst daher bis sie mit einem SQL Sicherungsjob gesichert wurde. Dabei wird der Inhalt der Datei entleert, sie bleibt aber vom Betriebssystem gesehen gleich groß.
Daher sind folgende Punkte für die Log Datei extrem wichtig:
• das Maximum der Dateigröße der BMD_Log.ldf muss passend eingestellt werden.
• Es muss genügend freier Festplattenplatz vorhanden sein damit die Log Datei nicht am „wachsen“ gehindert wird.
TIPP:
Wird die Datei BMD_LOG.ldf auf eine eigene Festplatte bzw. ein eigenes RAID gelegt auf dem nur die BMD_log.ldf liegt, erhöht sich Performance der BMDNTCS. Speziell bei Operationen die eine hohe Datenbank IO-Last verursachen (z. B. BMDNTCS Update, Kore Auswertungen, Bilanz Aufbereitung, usw.)
Aber ACHTUNG:
Es sollte ein eigenes RAID sein und der RAID Controller sollte einen Schreibcache besitzen!!!
Eine eigene Partition auf der gleichen Festplatte genügt nicht weil dadurch „Random-“ und
„Sequentielle-IO-Last“ nicht voneinander getrennt werden (können)!!!
Einrichtung der Sicherung
Voraussetzung:
Der SQL Server Agent muss gestartet sein:
SQL Management Studio -> SQL Server Agent -> rechte Maustaste -> Start -> mit Yes bestätigen


Weiters sollte dieser Dienst auf den Starttyp „Automatisch“ umgestellt werden, damit dieser auch im Falle eines Serverneustarts wieder gestartet wird und somit auch gewährleistet ist, dass die Sicherung funktionieren kann!
Diese Einstellung muss im Dienstemanager von Windows durchgeführt werden.

Das Sicherungskonzept der nachfolgenden Anleitung sieht folgendermaßen aus:
| 06.00 | eine vollständige Sicherung der Datenbank wird in die Backup Datei erstellt. (dabei wird die Datei jedes Mal überschrieben) |
| 09.00 | eine Sicherung der Transaktionsprotokolle wird in die Backup Datei erstellt. (die Log Daten werden an die Datei angehängt) |
| 12.00 | eine Sicherung der Transaktionsprotokolle wird in die Backup Datei erstellt. (die Log Daten werden an die Datei angehängt) |
| 15.00 | eine Sicherung der Transaktionsprotokolle wird in die Backup Datei erstellt. (die Log Daten werden an die Datei angehängt) |
| 18.00 | eine Sicherung der Transaktionsprotokolle wird in die Backup Datei erstellt. (die Log Daten werden an die Datei angehängt) |
Diese Datei muss mit der täglichen Sicherung auf ein Magnetband bzw. einen externen Datenträger gesichert werden!!!
Durch dieses Konzept kann jeder beliebige Zeitpunkt zwischen 06.00 und 18.00 Uhr wiederhergestellt werden!
Erstellen Sie ein Verzeichnis im Explorer in dem Sicherungsdatei liegen soll, z. B. C:\BMDNTCS-SQL-Backup
Laden Sie sich das im ZIP befindliche SQL Script „1_add_backup_device.sql“
herunter.
Per Doppelklick auf die Datei sollte automatisch das SQL Management Studio gestartet werden.
Ansonsten starten Sie das SQL Management Studio manuell und öffnen das Script (File -> Open -> File oder auf den Button „Open File“ in der Menüleiste oder per Tastenkombination Strg + O).
Anschließend führen Sie es aus (Taste F5 oder per Button Execute):

Es muss dann in der Fußzeile als Ergebnis „Query completed successfully“ angezeigt werden.

Im SQL Management Studio muss dann unter „Server Objects“ -> Backup Devices“ auch das Backup-BMD Device ersichtlich sein.

Laden Sie sich nun das zweite Script „2_full_backup_job.sql“
herunter und gehen Sie für das Öffnen und Ausführen des Scripts exakt genauso wie unter Punkt b) beschrieben vor.
Es muss als Ergebnis wieder „Command(s) completed successfully“ angezeigt werden.
Laden Sie sich nun das dritte Script „3_trans_log_backup_job.sql“
herunter und gehen Sie wieder wie oben beschrieben vor.
Das Ergebnis muss wieder „Command(s) completed successfully“ lauten.
Nun sollten Sie unter SQL Server Agent -> Jobs beide angelegten Sicherungs-Jobs sehen:

Kontrolle der Sicherung
Der Erfolg der Sicherung kann auf zwei verschiedene Arten geprüft werden:
1. Aufgrund des Zeitstempels der Backup-Datei im Sicherungsverzeichnis:

2. Im SQL Management Studio -> SQL Server Agent -> rechte Maustaste auf einen der Jobs -> View History:

Mit folgenden Backup-Scripts werden auch noch die SQL internen System-Datenbanken (master, model, msdb) in ein eigenes Backup-File gesichert: 
Hierbei wird jeweils um 6:00 Uhr ein Full-Backup dieser System-Datenbanken durchgeführt. Falls nun eine der System-Datenbanken unter Umständen defekt wird, muss somit nicht der gesamte SQL Server neu installiert werden, sondern nur diese Backups zurückgespielt werden.
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